Der Letzte macht die Tür zu – Kolumne

Über den Schwund der kleinen Läden – nicht nur – in den kleinen Städten.
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Kolumne: 1000Zeichen Frust
Titel: Der Letzte macht die Tür zu

Jetzt gehen sie weg, die liebenswerten Damen vom Mocca-Haus. Und auch der nette Herr im Kilt, der immer so freundlich grüßte, wenn man an seinem Geschäft in der Spiekergasse vorbei rannte, hat das Weite gesucht. Er verkauft seine liebevoll zusammengestellten schottischen Waren wahrscheinlich woanders. Zurück bleiben verwunderte Gütersloher, denen möglicherweise erst in den kommenden Monaten die beiden inhabergeführten Geschäfte fehlen werden. Die Damen gehen in Rente, ein Nachfolger ist nicht in Sicht, und vielleicht wurden dem charmanten Schotten vom ewigen Grüßen der Passanten die Arme lahm.
Der Weggang dieser sympathischen Einzelhändler gibt mir zu denken. Vielleicht sollte ich mir in Zukunft mehr Zeit nehmen und die Auslagen derartiger Gütersloher Enklaven genauer anschauen. Ich sollte hineingehen und mich fachkundig beraten lassen, statt immer nur hektisch daran vorbei zu rennen. Dass ich dort das ein oder andere Mal fündig werde, da bin ich mir sicher. Dass die Letzten dann aber auch bleiben werden, dazu braucht es mehr als nur mich.

GT-INFO, Nr. 429 / 29.03.2012: 1000 Zeichen Frust!

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